Ich habe mich bei mehreren Organisationen umgesehen und habe letztendlich entschieden, mich bei kulturweit und bei ICJA zu bewerben. Im Folgenden werde ich nur etwas über die Vorbereitungszeit als ICJA-Bewerber schreiben. Der Prozess als kulturweit-Bewerber ist aufgrund einer späteren Absage nicht wichtig für meinen Blog. Noch etwas: Die Vorbereitungszeit für meinen Freiwilligendienst wurde von vielen Informationsblättern/Formularen, von vielen Ideen/Gedanken/Gesprächen, von vielen eigenen "Kreationen" und größtenteils viel Freude begleitet. Da eine komplette Dokumentation zur Unübersichtlichkeit führt, werde ich meine Vorbereitungszeit in vereinfachter Form wiedergeben und Teile auf externe Links verweisen. Wie immer gilt bei anstehenden Fragen - fragen! Entweder über die Kommentarfunktion oder über das Kontaktformular :)
März bis Juli 2013
► Ab März 2013 ► Ab August 2013 ► Ab Oktober 2013► Ab November 2013 ► Ab Januar 2014
Nach den Abiturprüfungen beschäftigte ich mich uter anderem mit den Bewerbungsverfahren bei unterschiedlichen Organisationen (ausschließlich im Internet, aber es gibt diesbezüglich auch Informationsmessen). Der ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V. (ja es ist ein Verein) verlangt von seinen Bewerbern folgende formale Dinge:
- Registrierung mit einer E-Mail-Adresse, um auf die internen Bewerbungsseiten zugreifen zu können
- Ein vollständig ausgefüllter Online-Fragebogen
- Dazu eine unterschriebene Bestätigung im Bewerbungsbereich hochladen
- Zwei aussagekräftige Referenzschreiben
- Bis zu zwei Ehrenamtsnachweise (optional)
Auch ein häufig diskutierter Punkt: Es ist nicht von Bedeutung, wie die Noten in irgendwelchen Zeugnissen stehen. Es ist natürlich praktisch, wenn man z.B. besonders gut in Englisch ist und die Sprache gut an Kinder vermitteln kann. Aber ich würde nicht sagen, dass die Organisation (und ich meine nicht nur ICJA) jemanden aufgrund seiner Noten ablehnen würde. Das bringt mich zu den weiteren Voraussetzungen, die der ICJA an die Zukunfts-Freiwilligen stellt, undzwar:
- Interesse am Leben in anderen Ländern (vor allem nicht als Urlauber)
- In Bezug auf den vorherigen Punkt auch die Bereitschaft zeigen, eigene Lebensstandards, Ansichten und Vorstellungen zu hinterfragen
- Offenheit, Flexibilität, Eigeninitiative
Ich bin begeistert, dass die Arbeit des ICJA mit den vielen Ehrenamtlichen scheinbar so gut funktioniert und möchte allen empfehlen, sich bei Interesse auch über das Leitbild und die Geschichte des Vereins zu informieren. Achja und: Die Kommunikation klappt hervorragend, sowohl per E-Mail als auch per Telefon gut zu erreichen, und alle auch stets freundlich ^^
August bis September 2013
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Spannung steigt! Ich habe meine Bewerbung schon Ende Juli abgeschlossen, der Bewerbungsschluss war in meinem Fall der 15. August und demenstprechend würde sich ICJA hoffentlich bald melden. 12 Tage später bekam ich die Einladung zu den Info-Tagen in Rotenburg an der Fulda sowie die Teilnehmerliste, um geeignete Fahrgemeinschaften zu bilden. Diese Info-Tage waren an einem Wochenende Mitte September: Samstag früh losfahren, Samstagnachmittag ankommen, Seminarprogramm bis Sonntagmittag und nach dem Mittagessen wieder auf dem Heimweg. Klingt ja schon etwas abenteuerlich, in der kurzen Zeit so viel hin und her zu fahren, aber ich bin ja gern für sowas zu haben :D
Wie der Name es wohl schon verrät, haben diese Info-Tage den Sinn, sich nochmal gut über den Verein ICJA und dessen Programme zu informieren. Wie alles funktioniert, was es zu beachten gibt und welche Erfahrungen so gemacht wurden. Ein Großteil der sog. ICJA-Teamer war ja selbst mit ICJA im Ausland und arbeiten nun ehrenamtlich mit. Es ist einfach was anderes, persönlich jemandem zuzuhören, der/die das schon erlebt hat. Unsere Teamer haben uns natürlich keinen Frontalunterricht aufgezwungen. Spontan, kreativ und verständlich haben sie uns die Themen in einer allgemein tollen Gruppe näher gebracht. Des Weiteren blieb auch viel Raum (übrigens auch während des "Unterrichts"), um die anderen Bewerber kennenzulernen :) Zum Ende hin konnten alle nochmal in Einzelgesprächen bestimmte Sachen ansprechen oder spezifische Fragen loswerden, sodass ich dieses Wochenende unterm Strich als vollen Erfolg verbuchen konnte. Ich fühlte mich gut informiert und dachte umso stärker: Oh ja, ich möchte diesen Freiwilligendienst machen! Über einen Einsatz in Lateinamerika wäre ich schon sehr froh, ein Einsatz in meiner 2. Heimat Kolumbien wäre natürlich top top top! ;)
Ein paar Tage nach den Info-Tagen bekam ich, wie auf den Info-Tagen auch erklärt, eine E-Mail. Nun geht es daran, die Angaben bzgl. Länderwunsch, Förderung und allgemeine Rückmeldung zu überarbeiten. Nun sollen nach Möglichkeit auch schon Ausweisdokumente hochgeladen werden, außerdem muss man einen ausführlichen Fragebogen auf Englisch ausfüllen, da dieser an die Partnerorganisationen im Ausland geschickt wird. Des Weiteren bittet ICJA die Freiwilligen um Hilfe bei der Suche nach möglichen Unterkünften für Freiwillige aus dem Ausland, die einen Freiwilligendienst in Deutschland leisten möchten (Reminder: ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e.V.). Leider sieht diese Situation in Deutschland relativ schwierig aus, sodass man auf jegliche Art von Hilfe angewiesen ist.
Aus diesem Grund hier nochmal offiziell:
Es ist super, wenn junge Menschen in Deutschland einen Freiwilligendienst leisten möchten ... und dementsprechend schade, wenn wir diese wegen fehlenden Unterkünften nicht empfangen können. Durch Bereitstellung einer Unterkunft (bzw. Weitergabe entsprechender Informationen) könnt Ihr viele Freiwillige aus dem Ausland glücklich machen und ihnen die Chance der interkulturellen Begegnung geben.
Wenn Ihr also eine Idee für eine Gastfamilie oder für ein Wohnprojekt habt, wären wir für Eure Mithilfe dankbar!! :) Ihr könnt dazu...
Es ist super, wenn junge Menschen in Deutschland einen Freiwilligendienst leisten möchten ... und dementsprechend schade, wenn wir diese wegen fehlenden Unterkünften nicht empfangen können. Durch Bereitstellung einer Unterkunft (bzw. Weitergabe entsprechender Informationen) könnt Ihr viele Freiwillige aus dem Ausland glücklich machen und ihnen die Chance der interkulturellen Begegnung geben.
Wenn Ihr also eine Idee für eine Gastfamilie oder für ein Wohnprojekt habt, wären wir für Eure Mithilfe dankbar!! :) Ihr könnt dazu...
- Das Kontaktformular rechts nutzen, ich leite es gerne weiter
- Oder den ICJA direkt (Post/E-Mail/Telefon) kontaktieren
Oktober 2013
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Bis zum 1. Oktober hatte ich Zeit, diese Rückmeldungen zu erledigen. Wie auch bei meiner deutschen Bewerbung war ich gespannt, wie die Leute auf meine Bewerbung reagieren würden - ein Deutsch-Kolumbianer, der gerne in Kolumbien den Freiwilligendienst machen würde... ;) Überraschenderweise bekam ich bereits am 4. Oktober die E-Mail mit der Platzzusage, wuhuuuuu! :D Nachdem ich von kulturweit bereits meine erste Absage bekommen hatte, hatte ich schon so ein wenig Angst um den Platz. Mit dieser E-Mail konnte mir niemand mehr die Woche ruinieren, die gute Nachricht hat eine anhaltende Wirkung, an die ich jetzt noch denke ... dieser Moment. Seit dem weiß ich übrigens auch, dass es nach Kolumbien gehen wird :)
Nun kommt etwas, dass ich bis jetzt noch garnicht angesprochen habe: FÖRDERKREIS! Also nein, der Freiwilligendienst ist nicht gratis und nein, ich muss auch nicht alle Kosten tragen. Wer bislang schon ein wenig recherchiert hat, der hat sicherlich auch schon was von weltwärts gelesen/gehört. Ich habe allerdings eine Förderung gewählt, die noch nicht ganz so bekannt ist. Dies ist nämlich der Internationale Jugend-Freiwilligendienst (IJFD) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Ich werde zu 42% gefördert und muss daher statt ca. 6200 Euro nur noch 3600 Euro selbst bezahlen. Man bedenke, dass noch zusätzliche Kosten für den Flug und für die Fahrten innerhalb Deutschlands (zum Seminar) anfallen. Vertraglich wird mir sogar angeboten, die Hälfte der Kosten vor der Abreise zu bezahlen und die restlichen 1800 Euro in 6 monatlichen Raten á 300 Euro zu begleichen. Ob das immer so ist weiß ich nicht, da muss man sich eben schlau machen ;) Es gibt auch weitere Förderungen, die wiederum unter anderen Bedingungen laufen...
Nun gilt es aber erstmal, das Geld zusammenzubekommen. Wie sich später herausstellt, wird das garnicht mal so einfach für mich und ich muss lange auf einen kleinen Erfolg warten. Ich werde hier nur eine kleine Übersicht an Projekten preisgeben, die ich für den Förderkreis in Angriff genommen habe. Einen ausführlicheren Verlauf, wie welches Projekt warum gut oder weniger erfolgreich gelaufen ist, findet Ihr auf einer seperaten Internetseite, die ich extra dafür noch eingerichtet habe.
>> Hier geht es zur Förderkreis-Seite
Derzeit sind Spenden für meinen Förderkreis noch herzlich willkommen, um mit Sicherheit die monatlichen Raten á 300 Euro bezahlen zu können. Ob Privatspende, Unternehmensspende oder als Werbetrommel: Ich bin über jegliche Hilfe dankbar und stehe für weitere Informationen bereit, falls auch die Infos auf der Förderkreis-Seite nicht ausreichen sollten. Bis dahin dann schon mal: Vielen Dank!! (:
Wie versprochen, die Liste der Projekte mit entsprechendem Erfolg-Faktor (++/+/o/-/--):
- Informationsveranstaltung an Schulen --
- Förderkreispräsentation am Abend -
- Werbung in Form von Plakaten o
- Werbung in Form von Zeitungsartikel +
- Kontakt mit örtlichem Lions-club oder Vergleichbares -
- Werbung in Form von Ständen an öffentlichen Plätzen --
- Aufstellung von Spendendosen in z.B. Bäckereien/Supermärkten/... -
- Kontakt zu Unternehmen und Kleinbetrieben [in Arbeit]
- Nebenjob ++
- Informationen für Familien- und Freundeskreis ++
November bis Dezember 2013
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Kurzversion: Spannende Zeit! Langversion: Parallel zu den Förderkreisaufgaben steigt die Aufregung auch dadurch, dass man regelmäßig E-Mails von ICJA bekommt. Mein zukünftiger Wohnort in Kolumbien ist mir zwar genauso wenig bekannt wie mein Einsatzort, doch werde ich häufig mit Themenblättern (Förderkreis, Gesundheitsunterlagen, Versicherung, ...) versorgt und bekomme Vorbereitungsbriefe zum anstehenden zehntägigen Vorbereitungsseminar in Berlin! Genauso wie die Info-Tage haben die Teamer das Programm zusammen mit der Gruppe SEHR gut gestaltet. Hin und wieder dachte ich mir, einige Lehrer könnten sich an dieser Methodik ein Beispiel nehmen ;)
Unglücklicherweise ist es mir auch gelungen, auf dem Vorbereitungsseminar etwas Panik für alle Beteiligten (inkl. mir) zu verbreiten. Es geht darum, dass ich in meinem Spezialfall kein Visum für Kolumbien beantragen muss, da ich ja nebst der Deutschen auch die Kolumbianische Staatsangehörigkeit besitze. Haken: Ich bin dann auch dazu verpflichtet, dort mit meinem Kolumbianischem Reisepass einzureisen und gelte dann quasi auch unter dessen Gesetz. Und gemäß diesem, müsste ich dort in meinem Alter einen Wehrdienst ableisten! :O Nach mehreren Gesprächen mit ICJA, der Partnerorganisation ICYE Colombia und der Botschaft sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass ich eine Wehrdienstbefreiung beantragen muss. Schnellstmöglich.
Noch während des Seminars habe ich also einen halben Tag frei bekommen, um mit den frischen Passfotos, Kopien meiner kolumbianischen Ausweisdokumente und einer Überweisungsbestätigung von 115 US-Dollar zu der Botschaft zu fahren. Welch ein Chaos! Und eine Wehrdienstbefreiung habe ich immernoch nicht, da dessen Ausstellung lange dauert. Aber ich habe eine Bestätigung, dass ich eine Befreiung beantragt habe und das soll in Kombination mit den Ausweisdokumenten ausreichen.
Danke an dieser Stelle an alle Beteiligten für die Kooperation und die Aufmunterungssprüche :D
Was gilt es zum Dezember zu sagen? Nun ja, Weihnachtsstress, Förderkreisprojekte und ... die Projektzusage!! Ich habe kurz vor Weihnachten erfahren, dass in der Hauptstadt Bogotá sowohl mein Wohnort als auch meine Einsatzstelle sein wird. Es ist zwar nicht das, was ich als 1. Wunsch angegeben habe, doch es trifft meine Erwartungen bis jetzt zu 100%!! Ich bin begeistert und glücklich :)
Januar 2014 - BALD!
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BALD! Frohes Neues Jahr allerseits, oder besser gesagt: Feliz año nuevo! :D Langsam muss ich schon anfangen zu überlegen, was ich an den letzten Tagen in Deutschland noch machen möchte. Bis zum 5. Februar bleibt die Zeit und sie vergeht schneller als gedacht. Ich habe zum 15. Januar den Nebenjob gekündigt und muss eben die restlichen Verträge kündigen (Handy-Flat, Versicherung, ...). Bezüglich meiner Interessen werde ich an einer Automotive-Messe teilnehmen und ansonsten werde ich die meisten Tage mit Familie und Freunden verbringen - Abschied ist angesagt.
Die Aufregung steigt, also ist es höchste Zeit, in den Blog-Teil überzugehen ;)
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